GGCT

German Guzzi Classic Team

Das GGCT beim 1.Lauf zur EEC auf dem Circuit Paul Ricard – Le Castellet/F

In Frankreich – genauer in Le Castellet auf dem Circuit Paul Ricard – war die erste Station im Kalender des FIM Europe Endurance Classic Cup, kurz EEC genannt, die offizielle europäische Langstreckenmeisterschaft für klassische Motorräder bis Baujahr 1986. Das 4-Stunden Langstreckenrennen war eingebettet in den Sunday Ride Classic -Event. Für die Rennfahrer lässt die Strecke keine Wünsche offen und mit diversen Aktionen, Ausstellungen, 50 Jahre Treffen der Honda CB 750 und mehreren Händlermeilen dürfte bei den zahlreichen Besuchern auch keine Langeweile aufgekommen sein. Diverse prominente Persönlichkeiten aus dem Motorsport gaben sich ein Stelldichein, wie z.B. Kevin Schwantz, Giacomo Agostini, Christian Sarron und diverse weitere Rennfahrer, die mit ihren alten Rennmaschinen einige Ehrenrunden auf dem Kurs drehten. Auch das Wetter spielte in diesem Jahr mit, bis auf den im Laufe des Wochenendes, immer stärker werdenden Starkwind – Mistral genannt – da bekam die Mistral-Gerade auf der Rennstrecke eine ganz neue Bedeutung! Racing bei Classic Veranstaltungen, wie z.B. dem Sunday Ride Classic in Frankreich und beim Bikers Classic in SPA geht dann doch mehr unter die Haut als anderswo, speziell mit den alten Eisen, wo die Tradition aus allen Poren und Auspuffrohren quillt, überzuckert mit sportlichem Enthusiasmus aller, die dazu beitragen, das alles läuft wie es soll. Interessant ist die alte Technik allemal und dem Optimieren werden die Grenzen nur durch das Reglement gesetzt, es gibt also immer ganz viel zu entdecken, egal wohin man blickt.

Bei der EEC Langstreckenmeisterschaft wird in vier Klassen gestartet: CLASSIC, MAXI CLASSIC, OPEN und FORMULA. Wir das „German Guzzi Classic Team“ gehen in der Classic Klasse an den Start. Die Trainings und Qualis im Laufe des Freitags liefen bis auf Schaltprobleme beim Hauptrenner problemlos: wir qualifizierten uns für das Rennen am Samstag auf einen 26. Startplatz von insgesamt 44 Teams. Aufgrund der Schaltprobleme am Hauptrenner beschlossen wir einstimmig, das Getriebe zwischen Haupt- und Ersatzrenner vor dem Rennen am Samstag noch zu wechseln. So haben wir im Anschluss an das Nachttraining, am Freitagabend um 22:30 Uhr angefangen die Getriebe an den Motorrädern zu wechseln; um 0:30Uhr waren wir damit fertig und konnten noch ein Feierabendbier trinken. Schon bei dem kurzen Warmup am Samstag zeigte sich, dass es eine sehr gute Idee war das Getriebe zu wechseln und sich der Aufwand voll und ganz gelohnt hat!

Samstag um 19:00 Uhr war der Start zum 4h-Rennen, ich (KaRo) war zum Startfahrer auserkoren worden. Der Vorstart verlief auch ganz gut, aber beim eigentlichen Start sprang das Motorrad nicht sofort an und ich kam nicht so gut weg und verlor einige Plätze. Ich fuhr wie mit dem Team abgesprochen, einen ersten langen Turn von 63 Minuten, danach war Stefan für 20 Minuten an der Reihe und nach dem Tankstopp fuhr Frank für 40 Minuten raus. Im Anschluss löste ich Frank dann wieder ab und fuhr nochmal für 48 Minuten zu meinem zweiten Turn raus. Für mich war die Arbeit damit erledigt und Stefan und Frank teilten sich die restliche Stunde nochmal gleichmäßig auf. Wir konnten die verlorenen Plätze vom Start und noch einige mehr im Laufe des Rennens wieder gut machen und lagen im Rennen zeitweise auf dem 10ten Platz, also in den Top-Ten! Wir beendeten das Rennen am Ende auf Platz zwei in unserer Klasse, als Gesamt zwölfter und bestes Deutsches Team. Die Moto Guzzi hat ihre Arbeit bestens verrichtet und die ganze Arbeit im Winter mit dem Aufbau der neuen Motoren und der Gewichtsreduktionen am Motorrad haben ihre Früchte getragen und wir konnten die ersten Punkte in der Europameisterschaft sammeln. Das macht Lust auf mehr und wir freuen uns schon auf den zweiten Meisterschaftslauf organisiert von Classic Endurance Cup am 07.06.2019 in der Motorsport Arena von Oschersleben im Rahmen der Speedweek, mit einem Lauf der Langstrecken-Weltmeisterschaft! Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Freunden und Sponsoren für ihre Hilfe und Unterstützung. Unser besonderer Dank geht an Peter Horvath Guzzi für den Support beim Bau der neuen Motoren, Erik und Burkhardt Bruehl für die Hilfe bei dem Bau der optimierten neuen Rahmen und unseren Sponsoren Stein Dinse, Silent Hektik und Radical Guzzi. Hier ein paar Bilder vom Rennen und von der Veranstaltung. Herzlichen Dank auch an Bikerspix für diese tollen Action-Fotos beim Einsatz auf dem Racetrack und Ihrer Freigabe zur Veröffentlichung der Bilder.

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